Schritt 4: Wie funktioniert eine Aktie? Erklärung in verständlichen Worten

Wie wir bereits aus dem vorigen Kapitel wissen, haben Aktien unterschiedliche Preise an der Börse.

Der Preis einer Aktie (= aktueller Aktienkurs) ist nicht immer gleich. Denn der Wert einer jeden Aktie schwankt, kann also steigen und fallen, ähnlich wie zum Beispiel Benzinpreise.

Aber wie kommen Aktienkurse zustande?
Und was bewegt Aktienkurse eigentlich?

Ganz zu Beginn, wenn eine Firma an die Börse will, wird der Preis der neuen Aktie von einer oder mehreren Banken festgelegt, die beim Börsengang involviert sind.

Dieser Ausgabekurs, auch „Emissionspreis“ genannt, ist von Aktie zu Aktie verschieden und unter anderem davon abhängig, wie begehrt die neue Aktie bei interessierten Anlegern ist.

Der Ausgabekurs wird noch vor dem eigentlichen Börsenstart der neuen Aktie bestimmt. Diesen Preis zahlen dann die Anleger, die in die neue Aktie investieren wollen.

Jetzt kann es richtig losgehen:

Sobald die neue Aktie an der Börse gehandelt wird, kann der Preis ab sofort steigen oder fallen. Genau wie bei Tausenden anderen Aktien, die man schon länger an der Börse kaufen und verkaufen kann.

Wann steigen oder fallen Aktien?

Ob eine Aktie an der Börse steigt oder fällt kommt auf das Verhältnis von Angebot und Nachfrage an.

Was bedeutet das genau? Vereinfacht gesagt ist es so:

  • Preisanstieg: Wenn es mehr Anleger gibt, die eine Aktie gerade kaufen wollen, als Leute, die die Aktie verkaufen wollen, dann steigt sie (= Nachfrage übersteigt das Aktienangebot). Und je mehr Käufer es gegenüber Verkäufern gibt, desto höher ist der Anstieg der Aktie.
  • Preisrückgang: Andersrum funktioniert es natürlich genauso. Wenn Anleger, die eine Aktie gerade verkaufen wollen, in der Überzahl sind, dann fällt diese Aktie (= Das Angebot ist höher als die Nachfrage). Auch hier gilt: Je mehr Verkaufswillige da sind im Verhältnis zu Kaufwilligen, desto stärker fällt der Kursrückgang der Aktie aus.

Sogenannte „Skontroführer“ (oft auch einfach Börsenmakler genannt) berechnen mit speziellen Börsencomputersystemen bei jeder Aktie ständig aufs Neue, wie groß momentan Angebot und Nachfrage sind, wodurch fortlaufend aktuelle und faire Aktienkurse gebildet werden.

Auf diese Weise findet eine Kursentwicklung statt: Innerhalb eines Tages (= „Intraday“), einer Woche, eines Monats… und so weiter.

Die zurückliegenden Kursentwicklungen von Aktien kann man schnell und einfach anhand von „Aktiencharts“ betrachten (was Aktiencharts sind, erkläre ich hier).

Achtung: In der Vollversion des Lernkurses kommt an dieser Stelle folgendes Kapitel: Was bewegt Aktienkurse genau? (inkl. viele Beispiele)

Aktien-fuer-Einsteiger-Kurs-Schritte

Hinweis: Der obere Text ist Teil eines stark gekürzten Lernkurses (zum Reinschnuppern). Mein vollständiger Aktien-Einsteiger-Kurs (mehr Infos) bietet gegenüber der Mini-Version viele weitere Inhalte, Beispiele, Tipps & Grafiken.