Schritt 23: In welche Aktien investieren? Wo aktuelle Aktienempfehlungen bekommen?

Zum Abschluss dieses Kursteils möchte ich noch auf das Thema „Expertenhilfe bei der Aktienanlage“ eingehen (für den Fall, dass man nicht auf eigene Faust in Aktien investieren möchte). Welche Möglichkeiten gibt es hier?

Ich stelle jetzt 3 unterschiedliche Möglichkeiten vor, wie man sich bei der Aktienanlage bzw. Aktienauswahl Unterstützung von Experten holen kann…

1. Möglichkeit: Anlageempfehlungen durch Börsenbriefe

Bei Börsenbriefen handelt es sich vereinfacht gesagt um Anlage- bzw. Aktientipps von Experten, die man regelmäßig per E-Mail zugeschickt bekommt. Für diese Leistung zahlt man in der Regel eine Abo-Gebühr (zum Beispiel wie bei einer normalen Zeitschrift einen bestimmten Preis im Jahr).

Ein seriöser Börsenbrief wird normalerweise nicht einfach als Text-E-Mail versendet, sondern als Mail-Anhang in Form eines digitalen Magazins mit mehreren Seiten (vorwiegend im PDF-Format).

Ein hochwertiger Börsenbrief wird von einem erfahrenen Börsenexperten geschrieben, der auf Basis einer starken Aktienstrategie profitable Aktientipps gibt.

Oft gibt es ein Musterdepot, wo die Aktienempfehlungen eingebucht werden. So ein Depot dient dazu, dass die Leser die Anlagetipps einfacher mit dem eigenen Geld nachbilden können.

Meine Meinung zu Börsenbriefen:

Börsenbriefe haben teilweise einen schlechten Ruf unter Anlegern. Das liegt allen voran daran, dass ein großer Teil dieser Dienste schwache Aktientipps gibt und/oder einfach überteuert sind. Ein preiswerter Börsenbrief, der zugleich eine hohe Qualität hat, ist also schwer zu finden.

Wer mehr Infos und allgemeine Tipps zu Börsenbriefe haben möchte, dem lege ich diese beiden Artikel auf meiner anderen Webseite ans Herz (einfach die Links anklicken): Was taugen Börsenbriefe? und Wie findet man einen guten Börsenbrief?

Nichtsdestotrotz bin ich der Ansicht, dass ein guter Börsenbrief, dessen Anlagephilosophie zu einem passt, sich für unsichere Anleger auf jeden Fall lohnen kann (wenn man sich irgendwann sicherer fühlt, kann man den Börsenbrief ja abbestellen und selbst vielversprechende Aktien suchen)… oder für Anleger, die aktiv anlegen wollen, aber keine Zeit bzw. Lust für ausgiebige Aktienanalysen haben.

Tipp: Den Börsenbrief Rendite-Spezialisten kann ich aus eigener Erfahrung ruhigen Gewissens empfehlen (warum das so ist, kann man hier in meinem ausführlichen Test nachlesen).

2. Möglichkeit: Social Trading – Die Anlagestrategien von Profis kopieren

„Social Trading“ ist eine neue Anlagemöglichkeit, die es erst seit ein paar Jahren gibt. Was steckt dahinter?

Auf diversen Social-Trading-Plattformen im Internet können private Anleger öffentliche Depots führen.

Das bedeutet, dass Besucher dieser Webseiten verfolgen können, welche Aktien (oder bestimmte andere Finanzprodukte) diese Privatanleger in ihren Social-Trading-Depots handeln und welche aktive Anlagestrategie dabei jeweils zugrunde liegt.

Die Entwicklung dieser Depots kann man aber nicht nur beobachten, sondern teilweise auch mit dem eigenen Geld kopieren, so dass man die gleichen Gewinne oder Verluste wie der jeweilige Depotersteller erzielt.

Zu den bekanntesten Social-Trading-Webseiten zählen etwa Wikifolio*, Ayondo und eToro.

Tipp: Mehr Informationen zum Social Trading habe ich unter anderem hier (Artikel 1) auf meiner anderen Webseite zusammengestellt.

3. Möglichkeit: Digitale Vermögensberatung (Robo Advisor)

Diese Investmentmöglichkeit, auch unter dem Begriff „Robo-Advisor“ bekannt, richtet sich vorrangig an passiv orientierte Investoren mit einem langfristigen Anlagehorizont.

Was steckt hinter dieser Anlageart?

Die Anbieter digitaler Vermögensberatung stellen einen Online-Dienst für Anleger zur Verfügung, die passiv Geld anlegen wollen und hierbei Hilfe in Anspruch nehmen möchten, um dadurch ein vernünftiges ETF-Depot aufzubauen, das zu den eigenen Anlagewünschen und -bedürfnissen passt (Risikohöhe etc.).

Die meisten Robo-Advisor steuern etwa die Risikohöhe mit einer Depot-Beimischung von Anleihen-ETFs (Faustregel: Je mehr Anleihen-Anteile im Depot sind, desto geringer ist das Gesamtrisiko).

Welche Anbieter gibt es bei dieser Anlageform?

Hier einige bekannte Robo-Advisor: Ginmon, vaamo, Scalable Capital, growney, fintego, easyfolio und quirion. Jeder dieser Anbieter hat einen anderen Anlage-Ansatz mit unterschiedlichen Gebührenkosten.

Tipp: Mehr Informationen zum Robo-Advisor-Finanzdienstleister vaamo habe ich hier auf meiner anderen Webseite parat, wo ich diese beiden Plattformen genauer unter die Lupe genommen habe.

Warnung vor kostenlosen Aktientipps!

Eine gute Expertenhilfe ist direkt oder indirekt mit Kosten verbunden. Dessen muss man sich immer bewusst sein.

Zum Abschluss dieses Kapitels und Kursteils möchte ich daher in diesem Zusammenhang noch eine wichtige Warnung aussprechen für alle Börseneinsteiger, die nach fremder Hilfe bei der Aktienauswahl suchen:

Auf keinen Fall sollte man blind irgendwelche kostenlosen Anlageempfehlungen nachbilden!

Warum? Oft sind solche Börsenanlagetipps (per E-Mail etc.) von schlechter Qualität, zu oberflächlich oder sogar unseriös.

Es gibt aber noch weitere wichtige Regeln, die man als Börseneinsteiger beachten sollte. Darum geht es im nächsten Kursteil…

Aktien-fuer-Einsteiger-Kurs-Schritte

Hinweis: Der obere Text ist Teil eines stark gekürzten Lernkurses (zum Reinschnuppern). Mein vollständiger Aktien-Einsteiger-Kurs (mehr Infos) bietet gegenüber der Mini-Version viele weitere Inhalte, Beispiele, Tipps & Grafiken.